„WAS IST DER TOD FÜR DICH? 100 FRAGEN AN EINE BESTATTERIN.“
Interview mit Barbara Rolf
von Sandra Strauß

Sandra: Du hast ein Buch geschrieben: „Was ist der Tod für dich? 100 Fragen an eine Bestatterin.“ War es schon immer dein Traum, ein Buch zu schreiben? Oder war es eher eine spontane Entscheidung, weil sich deine Lebensumstände verändert haben?
Barbara: Der Wunsch, ein Buch zu schreiben, begleitet mich tatsächlich schon viele Jahre – eigentlich seit ich Bestatterin bin. Das fing ziemlich schnell damit an, dass Menschen, denen ich von meinem Berufsalltag erzählt habe, meinten: „Ach du liebe Zeit, was sind das für Geschichten. Das musst du aufschreiben.“ Irgendwann entstand dieser Wunsch dann auch in mir selbst. Ich dachte: Es wäre schön, diese Erfahrungen festzuhalten, sie zu bewahren und weiterzugeben. Es war allerdings gar nicht so einfach, dafür Zeit zu finden. Über Jahre habe ich immer wieder einzelne Kapitel begonnen, dann wieder pausiert. Erst als der Herder Verlag Interesse an dem Buch zeigte, bekam das Ganze einen konkreten Rahmen. Plötzlich gab es eine Deadline, ein klares Ziel. Gleichzeitig hatten sich meine beruflichen Umstände verändert, sodass ich meine Zeit anders einteilen konnte. So ist aus der Idee schließlich Wirklichkeit geworden.
Sandra: Der Herder Verlag ist also auf dich zugekommen?
Barbara: Genau. Ich wurde über einen Freund empfohlen. Der Verlag bat mich, eine Leseprobe einzureichen. Das habe ich gemacht – und danach kam die Zusage.
Sandra: Dein Buch besteht aus 100 Fragen. Wie ist diese Struktur entstanden? Hattest du sie von Anfang an im Kopf oder wurde sie gemeinsam mit dem Verlag entwickelt?
Barbara: Ganz genau weiß ich gar nicht mehr, von wem die Idee mit den 100 Fragen ursprünglich kam. Als ich selbst über ein Buch nachgedacht habe, hatte ich eher klassische Kapitel im Kopf – vielleicht 40 an der Zahl. Ich glaube, die Form mit den Fragen entstand tatsächlich im Austausch mit dem Verlag. Und ich fand sie sofort großartig. So konnte ich nämlich genau die Fragen aufgreifen, die mir seit Jahren immer wieder gestellt werden. Die allermeisten stammen direkt aus meinem Berufsalltag. Nur sehr wenige kamen vom Verlag. Zusätzlich habe ich über soziale Medien gefragt: „Was würdet ihr eine Bestatterin fragen?“ Auf diese Weise entstand die Sammlung. Ein paar wenige Fragen habe ich selbst ergänzt – vielleicht vier Stück. Das waren Themen, über die ich unbedingt schreiben wollte, obwohl sie mir bisher kaum jemand gestellt hatte.
Sandra: Welche Themen waren das?
Barbara: Ich müsste ehrlich gesagt noch einmal nachschauen. Ich glaube, die polizeiliche Abholung war so ein Thema, das ich selbst ergänzt habe. Vielleicht auch Fragen rund um Langlebigkeit. Es waren eher kleinere Aspekte, bei denen ich dachte: Das ist spannend, auch wenn viele Menschen gar nicht auf die Idee kommen würden, danach zu fragen.
Sandra: 100 Fragen sind eine ganze Menge. War es schwierig, daraus ein strukturiertes Buch zu machen?
Barbara: Die übergeordneten Kapitel haben dabei enorm geholfen. So konnte ich die Fragen sinnvoll ordnen. Es gibt zum Beispiel Bereiche zu Vorsorge und Vorbereitung, zu Entwicklungen in der Bestattungsbranche, zu meinem eigenen Berufsalltag und meinen persönlichen Erfahrungen. Dann gibt es Kapitel, in dem es um besonders berührende Begegnungen geht oder wo spirituelle, religiöse und vielleicht sogar metaphysische Fragen ihren Platz finden. Dadurch wirkt das Buch nicht wie eine lose Sammlung einzelner Antworten. Gleichzeitig gefällt mir das Format mit den Fragen sehr, weil Leserinnen und Leser nicht zwangsläufig von vorne bis hinten lesen müssen. Sie können gezielt zu den Themen springen, die sie interessieren, oder einzelne Bereiche auch überspringen. Für mich war diese Form ebenfalls ideal. Ich konnte Frage für Frage bearbeiten und wusste aufgrund der vorgegebenen Seitenzahl ziemlich genau, wie umfangreich jede Antwort sein durfte. Am Ende ging das erstaunlich gut auf – ich musste weder kürzen noch künstlich etwas ergänzen.
Sandra: Welche Fragen begegnen dir im Alltag am häufigsten?
Barbara: Vermutlich die häufigste Frage lautet: „Wie gehst du mit schlimmen Anblicken um?“ Ich finde es spannend, dass viele Menschen beim Thema Tod sofort an Horrorbilder denken – an schwere Unfälle oder Menschen, die vor einen Zug geraten sind. Dann denke ich oft: Was haben wir eigentlich für ein Bild vom Tod? Der allergrößte Teil der Menschen stirbt schließlich eines natürlichen Todes. Aber vielleicht verdrängen wir genau diesen, weil wir wissen, dass er uns alle irgendwann betrifft. Sehr oft werde ich auch gefragt: „Wie hältst du die Trauer der Angehörigen aus? Musst du nicht ständig mitweinen?“ Und natürlich kommen die ganz großen Fragen: „Gibt es ein Leben nach dem Tod?“
Sandra: Du hast Theologie studiert. Gibt es ein Leben nach dem Tod?
Barbara: Natürlich. Ich war während des Studiums ja ein paar Mal „drüben“. Nein, im Ernst: Diese Fragen sind absolut verständlich. Dahinter steckt ja oft die Hoffnung der Menschen. Ebenso häufig werde ich gefragt, ob ich schon metaphysische Erfahrungen gemacht habe.
Sandra: Hast du?
Barbara: Ich glaube schon. Wobei ich den Begriff „metaphysisch“ gar nicht unbedingt verwenden würde. Für mich sind das eher Dinge, die wir heute wissenschaftlich noch nicht erklären können. Physik beschreibt Naturgesetze – und ich glaube nicht, dass es etwas gibt, das darüber hinausgeht. Aber ich bin überzeugt, dass wir rund um Sterben und Tod längst noch nicht alles verstanden haben. Je länger ich in diesem Beruf arbeite, desto mehr glaube ich, dass der Tod kein schlagartiges Ereignis ist, sondern ein Prozess, der langsam ausklingt. Und genau in diesem Übergang habe ich Dinge erlebt, die ich sehr interessant finde und die sich für mich mit unserem heutigen Wissen noch nicht vollständig erklären lassen.
Sandra: An wen richtet sich dein Buch? Ist es eher für Fachleute gedacht oder „quasi“ für alle?
Barbara: Ganz klar für alle. Natürlich freue ich mich, wenn Kolleginnen und Kollegen aus der Bestattungsbranche das Buch lesen. Schließlich spreche ich auch darüber, wie ich unseren Beruf, unsere Verantwortung und unsere Aufgaben verstehe. Aber meine eigentliche Zielgruppe sind Menschen, die bisher wenig Berührung mit dem Thema Tod hatten und sich Informationen wünschen. Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen einen tieferen Einblick bekommen – wenn sie ihn möchten. Und zwar auf eine Art, die gut auszuhalten ist. Mir geht es darum, Berührungsängste abzubauen, Wissen zugänglich zu machen und Denkanstöße zu geben. Vielleicht hilft das Buch dabei, einen eigenen Umgang mit dem Tod zu finden, sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen oder sich sogar ein Stück weit damit zu versöhnen. Genau dafür habe ich es geschrieben.
Sandra: Du beschäftigst dich inzwischen seit Jahrzehnten beruflich mit dem Tod. Was hat sich in dieser Zeit bei dir persönlich verändert?
Barbara: Tatsächlich hat es Jahrzehnte gedauert, bis mir wirklich klar geworden ist, dass ich selbst sterben werde. Das Wissen darüber hatte ich natürlich schon immer. Aber zwischen etwas zu wissen und es wirklich zu verinnerlichen, zu spüren und sich das eigene Sterben vorstellen zu können, liegt ein großer Unterschied. Es ist schon faszinierend, wie fremd uns die Vorstellung ist, eines Tages nicht mehr zu leben. Dabei waren wir – wenn man so will – ja schon einmal „nicht da“. Trotzdem fällt es uns unglaublich schwer, uns den eigenen Tod vorzustellen. Inzwischen gelingt mir das. Ich kann mir mein eigenes Sterben vorstellen und bin damit im Reinen.
Und noch etwas hat sich verändert: Der Tod ist für mich mit den Jahren nicht kleiner oder selbstverständlicher geworden – sondern größer. Anfangs dachte ich, irgendwann hätte ich das Thema verstanden und abgearbeitet. Das Gegenteil ist passiert. Je länger ich mich damit beschäftige, desto spannender und faszinierender wird es für mich. Ich möchte den Tod gar nicht aus dem Leben verbannen. Im Gegenteil: Er hat meinem Leben eine neue Qualität gegeben.
Sandra: In deinem Buch beantwortest du auch die Frage „Was ist der Tod für dich?“ – gleichzeitig der Titel des Buches. Was ist der Tod für dich?
Barbara: Zunächst einmal ist der Tod eine biologische Notwendigkeit. Ohne ihn wäre unsere Welt ziemlich chaotisch. Für mich persönlich ist er außerdem eine Entlastung. Alles hat irgendwann ein Ende. Das kann traurig sein, aber ich empfinde darin auch etwas sehr Tröstliches. Gleichzeitig bleibt der Tod für mich etwas Geheimnisvolles. Wir können die eine Seite betrachten – das, was wir beobachten und wissenschaftlich erfassen können. Aber was dahinterliegt, wissen wir nicht.
Und noch etwas: Der Tod ist für mich ein großartiger Sparringspartner für die Lebensgestaltung. Wenn ich mir bewusst mache, dass mein Leben endlich ist, hilft mir das bei vielen Entscheidungen. Womit möchte ich meine Zeit verbringen? Mit welchen Menschen? Welche Themen sind mir wirklich wichtig? In diesem Sinne ist der Tod eigentlich ein ziemlich guter Coach.
Sandra: Du schreibst auch, dass Theologie ursprünglich gar nicht dein Wunsch-Studium war. Eigentlich wolltest du Kriminalbeamtin werden. Später hat dein Studium genauso wie der Suizid deines Bruders dazu geführt, dass du heute beruflich das machst, was du machst.
Barbara: Ja, das kann man tatsächlich so sagen. Das Theologie-Sudium hatte ursprünglich überhaupt nichts mit dem Thema Tod zu tun. Ich habe es begonnen, weil mein erster Plan nicht funktioniert hatte. Der Suizid meines Bruders fiel dann mitten in diese Studienzeit – und hat meinem Leben eine völlig neue Richtung gegeben. Davor hatte ich mich mit dem Tod nicht mehr und nicht weniger beschäftigt als andere Menschen. Als Ministrantin oder Theologie-Studentin begegnet einem das Thema zwar etwas häufiger als im gesellschaftlichen Durchschnitt, aber es war keineswegs der Mittelpunkt meines Lebens. Mit dem Tod meines Bruders änderte sich das radikal. Plötzlich gab es kaum noch etwas anderes. Ein solcher Verlust nimmt einen vollkommen ein. Im Studium interessierten mich von da an fast ausschließlich Themen rund um Tod und Trauer: Seelsorge im Todesfall, Liturgie, Bestattungskultur der frühen Kirche, die Geschichte des Feuerbestattungsverbots in der katholischen Kirche oder auch die Frage, wie Tod und Sterben im Religionsunterricht behandelt werden. Ich habe unglaublich viel dazu gelesen. Gleichzeitig merkte ich, dass mir die praktische Seite fehlte. Nur theoretisch über den Tod nachzudenken, reichte mir nicht. Deshalb absolvierte ich parallel zum Studium Praktika in Bestattungsunternehmen. Und dort wurde mir klar: Genau das ist mein Beruf.
Sandra: Schreibst du in deinem Buch auch darüber, wie sich die Bestattungsbranche in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat?
Barbara: Ja, das ist tatsächlich ein eigenes Kapitel. Dort beantworte ich die Frage, welche Wünsche ich an die Bestattungsbranche habe. Bevor ich darauf eingehe, schaue ich zunächst zurück und beschreibe, wie sehr sich die Branche in den vergangenen 20 Jahren verändert hat. Ich finde diese Entwicklung wirklich beeindruckend. Darauf können wir durchaus stolz sein. Trotzdem gibt es natürlich noch Wünsche und Potenzial.
Sandra: Kannst du schon ein oder zwei Wünsche verraten? Eigentlich sollen die Menschen ja dein Buch lesen.
Barbara: Im Grunde wünsche ich mir vor allem, dass die Branche den eingeschlagenen Weg konsequent weitergeht. Lange Zeit hat sich kaum etwas verändert, und dann hat sich unglaublich viel entwickelt. Ich wünsche mir Mut – Mut zu Transparenz, zu Menschlichkeit, dazu, sich berührbar zu zeigen. Genau darin sehe ich eine große Stärke unserer Branche. Es ist schon viel passiert, aber da geht noch mehr.
Sandra: Hat sich deiner Meinung nach auch die gesellschaftliche Haltung zum Thema Tod verändert? Es erscheinen inzwischen beispielsweise viele Bücher darüber – das zeigt ja, dass das Interesse wächst.
Barbara: Ja, ich glaube, da hat sich tatsächlich viel verändert. Vielleicht auch deshalb, weil wir zeitlich immer weiter vom Zweiten Weltkrieg entfernt sind. Menschen, die Krieg erlebt haben oder unmittelbar in der Nachkriegszeit geprägt wurden, haben den Tod oft auf eine entsetzliche Weise erfahren. Krieg ist wahrscheinlich die unnatürlichste Form des Sterbens überhaupt. In Deutschland kam zusätzlich die historische Schuld durch den industriellen Massenmord hinzu. Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen dieser Generation kaum die Möglichkeit hatten, sich auf eine heilsame Weise mit Tod, Trauer und Verlust auseinanderzusetzen. Heute erlebe ich, dass Menschen dem Thema wieder offener begegnen. Sie können sich eher auf Emotionen, Spiritualität und existenzielle Fragen einlassen. Das empfinde ich als eine sehr positive Entwicklung.
Sandra: Gehst du mit deinem Buch auch auf Lesereise?
Barbara: Eine klassische Lesetour ist bisher noch nicht geplant. Die Buchpremiere steht allerdings bereits fest und ist fast ausgebucht. Ich überlege mir allerdings lieber Formate, die über eine reine Lesung hinausgehen. Ehrlich gesagt finde ich es etwas seltsam, mich einfach hinzusetzen und Menschen aus einem Buch vorzulesen. Die meisten können schließlich selbst lesen – und zwar genau die Kapitel, die sie interessieren. Deshalb verbinde ich die Veranstaltungen lieber mit etwas anderem. Die Premiere findet beispielsweise in einem Restaurant statt, in dem viele Kapitel des Buches entstanden sind. Wenn mir zu Hause irgendwann die Decke auf den Kopf fiel, bin ich dorthin gegangen, habe den Tapetenwechsel genutzt und konnte plötzlich wieder schreiben. Außerdem betreiben Freunde dieses Restaurant. Deshalb ist es für mich ein schöner Ort für die Premiere.
Gemeinsam mit einem Chorleiter entwickle ich außerdem ein Format, das Lesungen mit Musik verbindet. Er und eine Sopranistin werden Stücke aufführen, die sich ebenfalls mit dem Thema Tod auseinandersetzen. So treten Texte und Musik miteinander in einen Dialog.
Andere Veranstaltungen möchte ich mit Workshops oder Kunstausstellungen kombinieren. Ich finde, dadurch entsteht ein größerer Zusammenhang und ein Angebot, das über eine klassische Lesung hinausgeht. Das macht mir selbst mehr Freude – und ich glaube, auch für die Besucherinnen und Besucher wird es dadurch spannender.
Vom Verlag gibt es bisher noch keine konkreten Termine. Es ist mein erstes Buch, deshalb weiß ich noch gar nicht genau, wie sich das entwickelt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass von dort noch weitere Lesungen organisiert werden.
Sandra: Du gehst mit deiner Arbeit auch an Schulen und bietest Workshops für Schülerinnen und Schüler an. Ist dein Buch ebenfalls für junge Menschen gedacht?
Barbara: Ja, ich würde mich sehr freuen, wenn auch Jugendliche das Buch lesen. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Themen darin für sie spannend sind. Beim Schreiben war mir wichtig, verständlich zu bleiben. Ich hoffe sehr, dass das Buch für Menschen aller Altersgruppen gut lesbar ist und ich nicht in eine akademische Sprache verfallen bin. Ich finde es grundsätzlich wichtig, dass wir über Themen, die uns am Herzen liegen, so sprechen und schreiben, dass alle sie verstehen können – wenn sie das möchten. Deshalb glaube ich schon, dass das Buch auch für Jugendliche geeignet ist. Spannend fände ich allerdings die Reaktion ihrer Eltern, wenn sie ihr Kind mit dem Buch sehen. Denn oft sind es gar nicht die jungen Menschen, die Schwierigkeiten mit dem Thema Tod haben – sondern eher die Erwachsenen.
Sandra: Zum Abschluss habe ich noch eine Doppelfrage. Was war in deiner Arbeit das krasseste Erlebnis – und was das schönste?
Barbara: Tatsächlich sind sie für mich eng miteinander verbunden. Immer wieder habe ich erlebt, dass Menschen gerade in den schlimmsten Situationen – nach unbeschreiblich schweren Todesfällen – Seiten an sich entdeckt haben, die ihnen vorher gar nicht bewusst waren. Sie haben ihre eigene Kraft erlebt, ihre Kreativität, ihren Zusammenhalt als Familie oder im Freundeskreis. Oft haben sie selbst darüber gestaunt. Ich habe mehrfach den Satz gehört: „Ich habe noch nie etwas so Schlimmes erlebt – und gleichzeitig durch dieses Schlimme das Größte oder Schönste erfahren.“ Das hat mich tief beeindruckt. Es ist eine der wichtigsten Erkenntnisse, die ich aus meinem Beruf mitnehme: Manchmal müssen wir an etwas zerbrechen, damit etwas Neues entstehen kann. Oder damit sichtbar wird, welche Stärke, welche Liebe und welches Potenzial bereits in uns steckt.
Über die Interviewpartnerin: Barbara Rolf ist Theologin und seit über 20 Jahren in der Bestattungsbranche tätig. Praktikantin, angestellte Bestatterin, Bestattungsunternehmerin, Trauerrednerin, Trauerbegleiterin, Sargträgerin, Abteilungsleiterin und Direktorin – die beruflichen Perspektiven, aus denen sie auf Sterben, Tod, Bestattung und Trauer schauen durfte, sind mannigfaltig. Hinzu kommen prägende persönliche Erfahrungen. Heute bündelt sie ihr Wissen und ihr Herzblut im Engagement für eine zeitgemäße und menschliche Sterbekultur.
